Herr Schrecklich von Alain Serres


Originaltitel: Terrible (franz.)
Seiten: 36 Seiten, gebundene Ausgabe
Illustration: Bruno Heitz
Verlag: Aracari, Schweiz
Für Kinder geeignet: ab 5 Jahren
Sprache: Deutsch
Erschienen: 2010

Vor Herrn Schrecklich haben alle Angst. Selbst seine Familie fürchtet sich vor ihm, und das vor allem wegen seines „Outfits“. Alles an ihm ist schwarz. Das wollen die Kinder des Wolfs ändern und ziehen ihm im Tiefschlaf Stiefel und Handschuhe aus. Sie staunen nicht schlecht, als darunter bunte Arme und Beine zum Vorschein kommen. Herr Schrecklich selbst ist fassungslos und versucht nun alles, um wieder schwarz zu werden. Als seine Bemühungen misslingen, geht er geknickt, und wesentlich unsicherer als zuvor, zu seiner Familie und lässt sich trösten.

Um Herrn Schrecklich schrecklich zu gestalten, wurde nicht nur Wert auf das Schwarz gelegt. Auch die Mimik sowie die blendend weißen Zähne und Konturen machen aus dem Wolf das furchterregendste Tier des Waldes. Mit den bunten Farben ändert sich auch die Mimik, sie wird sanfter.
Die Moral der Geschichte: Auch scheinbar unangenehme Zeitgenossen haben etwas Buntes bzw. etwas Sensibles an oder in sich. Beurteile den Menschen nicht nach seinem Aussehen, sondern nach seinem Inneren. Die Thematik des Blickes hinter die Fassade ist anschaulich und spannend umgesetzt.

N.K.

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