Rezensionen

Am wichtigsten für eine Bibliothek sind (abgesehen von Räumlichkeiten) freilich die Bücher! Wir schauen uns täglich um, welche Bücher in die Bibliothek passen würden, und wenn ein Buch interessant ist, dann wird es genau hier als Rezension vorgestellt. Ihr könnt selbstverständlich auch Rezensionen für Eure Lieblingsbücher schreiben und uns per E-Mail zuschicken!

Rezensionen bisher

Linas Uhrenbuch – Lina’s Book of Hours von Margareta Fridén

Hast Du Angst im Dunkeln? von Jonathan Farr

Unser kleines Dorf von Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner

Ο Κότσυφας απαιτεί το δάσος να σωθεί von ΒΑΓΓΕΛΗΣ ΗΛΙΟΠΟΥΛΟΣ

Herr Schrecklich von Alain Serres

Schwanensee von Rybicki Tadeusz und Katarzyna K. Gardzina

Erste polnische Lesestücke, hrsgg. von Jolanta Wiendlocha

Lexikon des Dialogs, hrsgg. von Richard Heinzmann

The Adventures of Beekle – The unimaginary friend von Dan Santat

Mio padre il grande pirata von Davide Calì

Mio padre il grande pirata von Davide Calì

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Mio padre, il grande pirata” di Davide Cali‘, narra la storia di un bambino innamorato del padre, un padre che vive lontano e torna a casa solo una volta all’anno. Quando ritorna, regala a suo figlio racconti avventurosi ed imprevedibili che poi alimenteranno la fantasia del piccolo durante la sua assenza.

 

Suo figlio lo crede un pirata, al timone di una nave che si chiama Speranza e con un equipaggio di uomini dai nomi come Barbuto, Tabacco, Libeccio e Turco, ognuno con la sua abilita’ e difetti. Sara’ un incidente che fara’ scoprire al bambino una amara verita’: suo padre non e’ un pirata, custode di tanti tesori e segreti bensi’ un minatore che lavora in Belgio. Il bambino, quasi ragazzo, in un primo momento si sente tradito dalle bugie del padre e visitandolo in ospedale, ha difficolta’ ad accettarlo come il suo vero padre. Sara’ pero’ il secondo viaggio che lui fara’ con suo padre verso il Belgio, dove capira’ che le storie inventate dal papa’ nascondono una verita’ piu’ profonda. Li’, infatti, ha modo di vedere la baracca in cui viveva il padre e gli altri minatori, che riconosce tutti dai racconti pirateschi del padre.

 

La storia e’ ricca di illustrazioni e facile da leggere anche se il tema, in fondo, e‘ abbastanza delicato: tratta dell’emigrazione e del lavoro duro e pericoloso. Questi temi si uniscono al processo di crescita del bambino, che divenuto ragazzo, comincera’ a guardare la realta’ con occhi piu’ saggi e riconoscenti senza mai pero’ rinnegare la bandiera da pirata che ha accompagnato la sua infanzia.

 

Loredana Orabona

November 2014

The Adventures of Beekle – The unimaginary friend von Dan Santat

Beekle

On the island where imaginary friends are created, a new friend is born. He spends his days playing with his fellow imaginary friends, and his nights waiting for a child to imagine him as their friend and give him his own, special name. When, after countless nights of waiting, nothing happens, he decides to venture to the real world and go looking for his friend himself. After encountering many dangers during his travels, he finally reaches the real world – and is bewildered by people’s strange habits!
But still, he can’t find his friend, and so decides to climb a tree to look for them – and after many hours of waiting, his friend actually appears!
At first, the two of them have a hard time getting to know each other, because none of them had had a friend before – but soon enough, they get along perfectly well, and the little girl, Alice, gives him his special name: Beekle!

The picture book created by author and illustrator Dan Santant tells a beautiful story about loneliness, friendship, the importance of imagination and the courage to go looking for friends, Lovingly detailed illustrations of Beekle and Alice’s tale accompanied by short bits of text form great early reading material.

Beekle – Der nicht-eingebildete Freund
Auf der Insel, auf welcher unsichtbare Freunde entstehen, wird ein neuer Freund geboren. Er verbringt seine Tage damit, mit den anderen unsichtbaren Freunden zu spielen und wartet nachts darauf, dass ein Kind sich ihn als seinen Freund vorstellt und ihm seinen eigenen, ganz besonderen Namen gibt. Doch als er nach langen Nächten des Wartens immer noch nicht ausgewählt wurde, beschließt er, sich in die wirkliche Welt zu wagen und selbst nach seinem Freund zu suchen. Nach einer gefahrvollen Reise erreicht er schließlich die wirkliche Welt – und ist über die merkwürdigen Gewohnheiten der Menschen sehr verwundert!
Nach langem Suchen beschließt er, auf einen Baum zu klettern, um nach seinem Freund Ausschau zu halten – und nach einer langen Wartezeit erscheint tatsächlich seine Freundin!
Zuerst wissen die beiden nicht so recht, was sie miteinander anfangen sollen, doch sie merken bald, dass sie perfekt zueinander passen, und Alice gibt ihrem unsichtbaren Freund den Namen Beekle.

Das Bilderbuch aus der Feder des Autors und Illustrators Dan Santat erzählt in wunderschönen Bildern eine Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und die Wichtigkeit der Vorstellungskraft und der Bereitschaft dazu, sich Freunde zu suchen. Die liebevollen Illustrationen der Abenteuer Beekles mit Alice bilden gemeinsam mit den sehr kurzen Textstücken tolles Erstlesermaterial.

Beekle – L’ami non-imaginaire
Un nouveau ami imaginaire est né sur l’île ou ils sont tous crée. Il passe ses jours en jouant avec les autres amis imaginaires et ses nuits en attendant pour/jusqu’à ce qu’il sera imaginé et choisi comme ami par un enfant, qui lui donnera son nom tout particulier. Mais, quand il n’est encore pas choisi après des longues nuits d’attente, il décide de voyager au monde réel et d’aller chercher son ami. Après une voyage pleine de dangers, il arrive enfin au monde réel – où les habitudes des gens le bouleversent complètement.
Quand il n’y trouve pas non plus son ami, il décide de grimper un arbre pour mieux pouvoir chercher. Et, après des heures d’attente, son amie y arrive!
Les deux prennent un peu de temps à prendre connaissance l’un de l’autre mais bientôt ils se rendent compte du fait qu’ils vont parfaitement ensemble – et la petite fille, Alice, lui donne le nom Beekle.

Auteur et illustrateur Dan Santat y a crée un conte merveilleux sur l’isolation, l’amitié et l’importance de l’imagination et la courage de chercher ses amis. Des illustrations soigneusement détaillés et des petites pièces e texte créent du matériel super pour lecteurs débutants.

Ulrike Weller

Mai 2014

Lexikon des Dialogs – hrsgg. von Richard Heinzmann

Lexikonbild Foto © Eugen-Biser-Stiftung

Angeregt von der Eugen-Biser-Stiftung fanden seit 2005 Symposien statt zwischen christlichen Theologinnen und Theologen aus Deutschland und ihren islamischen Kolleginnen und Kollegen aus der Türkei, vor allen aus der Universität Ankara. Dabei stellte sich heraus, dass es Verständigungsschwierigkeiten im Bezug auf zahlreiche Begriffe und deren kulturelle und geistige Hintergründe gab. In der Folge entstand bis 2013 sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch das zweibändige “Lexikon des Dialogs” mit dem Untertitel “Grundbegriffe aus Christentum und Islam”, herausgegeben unter der Leitung von Richard Heinzmann. Im Lexikon werden Begriffe, die auf den ersten Blick das Gleiche meinen, parallel aus islamischer Sicht und aus christlicher Sicht von kompetenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erläutert. Auch werden Begriffe bzw. Sinnzusammenhänge erklärt, die es in der jeweils anderen Religion nicht gibt.

Um das Lexikon jenseits der Fachwelt für ein größeres, interessiertes Publikum zugänglich zu machen, wurde der Umfang knapp und der Ausdruck sehr klar gehalten.

Sehr viele Begriffe erhielten einen doppelten Lexikoneintrag, jeweils mit den Zusatz “(chr.)” oder “(isl.)” für die jeweilige Religion. Unter jedem Schlagwort steht eine Übersetzung ins Türkische und teilweise ins Arabische. Am Ende des zweiten Bandes sind noch einmal alle Begriffe in den drei Sprachen Deutsch, Türkisch, Arabisch tabellarisch aufgelistet, wobei spätestens hier ersichtlich wird, dass ein und dasselbe deutsche Wort in den anderen Sprachen manchmal zwei verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten haben kann. Auch hier ist der religiöse Kontext – ob christlich oder islamisch – für die Bedeutung des Wortes wesentlich. Zum Beispiel kann das Wort Gnade auf Türkisch sowohl İnayet als auch Lütuf heißen. Die Frage der Übersetzung ist je nachdem zu entscheiden, ob es im christlichen oder islamischen Kontext verwendet wird.

Abgesehen von diesen Fragen werden auch Sachverhalte erläutert, die bisher im öffentlichen Diskurs marginalisiert oder gar falsch ausgelegt wurden. Stellvertretend seien hier die Schlagwörter “Frau (chr.)” und “Frau (isl.)” genannt. Unter Letzterem ist zum Beispiel zu lesen (mit Bezug auf Stellen im Koran): „Gott verbietet Diskriminierungen gegenüber Frauen und verurteilt auf das Schärfste den vorislamischen Brauch der Araber, Töchter lebendig zu begraben (16/58-59; 81/8-9).“ Aber auch unter „Frau (chr.)“ ist zu lesen: „Nach christlicher Auffassung sind alle Menschen an Würde grundsätzlich gleich, unabhängig von Volkszugehörigkeit, sozialem Rang oder Geschlecht […].“ Dass dem in der Praxis nicht so ist, vor allem in der kirchlichen Ämterhierarchie, sei „vielmehr ein Kennzeichen (und auch noch lange nicht ganz erreichtes Ziel) von säkularer Gesellschaft und säkularem Staat, für den allerdings der christliche Gedanke der Gleichheit aller Menschen eine wichtige Voraussetzung ist.“

Bei diesem Lexikon handelt es sich um einen sehr wichtigen, wenn auch keinen endgültigen Beitrag, um noch vorhandene Vorurteile beseitigen zu helfen oder einfach „nur“ falsches Wissen bzw. falsche Informationen zu korrigieren. Wir können gespannt darauf sein, wie sich der interreligiöse Dialog auf der Grundlage dieses wichtigen Dokuments der Verständigung künftig entwickeln wird.

Andreas Jeschke
April 2014

Linas Uhrenbuch – Lina’s Book of Hours von Margareta Fridén

Linas Uhrenbuch – Lina’s Book of Hours von Margareta Fridén

Die Maus Lina weiß ganz genau, um welche Uhrzeit sie aufstehen, den Frühstück bereiten, einen Spaziergang machen oder mit Freunden spielen soll. Habt Ihr auch einen Zeitplan, Kinder? Wie kann man den Tag gestalten, damit es genug Zeit für Notwendiges – wie Aufräumen im Zimmer – und für Angenehmes, wie Mittagsschlaf und Spiel – gibt? Schaut mal rein bei Lina und vielleicht werdet Ihr Euch für Linas Pfannkuchen mit Blaubeeren, Nüssen und Schokolade begeistern!

The mouse Lina knows exactely what time she should wake up, make her breakfast, take a walk or play with her friends. Do you also have a time-table, children? How can we manage to have enough time for neccessary things like tiding up the room as well as for nice things like having a nap or playing? If you call in on Lina, you could also adore her pancakes with blueberries, nuts and chocolate!

A.I.

Hast Du Angst im Dunkeln? von Jonathan Farr

Seiten: 24, gebundene Ausgabe
Verlag: Aracari, Schweiz
Für Kinder geeignet von: 3 bis 6 Jahren
Sprache: Deutsch
Erschienen: 2011

Wer kennt das nicht? Es ist Zeit für die Bettruhe, man legt sich hin – und plötzlich ertönt ein Geräusch. Woher kommt es? Wer steckt dahinter? Um darauf eine Antwort zu finden, machen sich Filipe und Max auf den Weg zum Geräusch. Unterwegs treffen sie allerhand nicht minder furchterregende, gleichzeitig aber selbst mit Angst erfüllte Gestalten: den Riesen unter dem Bett, den Vampir im Schrank und das Gespenst auf der Treppe. Sie alle ermutigen sich gegenseitig und kommen dem Geräusch immer näher. Die Auflösung ist harmlos, aber das soll sie auch sein. Die Quintessenz aus der Geschichte: Es ist nicht schlimm, Angst zu haben. Wichtig ist, ihr auf den Grund zu gehen.

Doch hier sind es nicht die Kinder, die Angst vorm Dunkel haben, sondern Monster, kleine und große, die sich fürchten. Mit Gelb- und Blautönen – der Nacht angemessen – sind die Seiten versehen. Auch die Zahlen bis fünf werden fast unmerklich in die Erzählung eingebaut. Jonathan Farr greift mit diesem Buch das alte Thema „Angst vor Dunkelheit“ auf und setzt es neu um.

N.K.

Unser kleines Dorf von Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner

In der Zeitung, im Fernsehen und im Alltag wird oft von „Globalisierung“ gesprochen. Jeder und jede von uns scheint im Mittelpunkt des Weltgeschehens zu stehen und an der globalen Vernetzung teilzunehmen. Unabhängig davon, ob wir die Globalisierung gut finden oder eher ihre Nachteile wahrnehmen, sie gehört schon zu unserem Leben und bestimmt unser Verhalten.
Nur wenige von uns werden jedoch eine genaue Erläuterung geben können, was die Globalisierung eigentlich ist und worin ihr Einfluss auf unser Leben besteht. Noch schwieriger wird es bei Fragen wie: Wie beeinflussen wir im Alltag die entfernten Gebiete der Welt und die Menschen, die dort leben? Welche Rolle spielen wir selbst als Käufer in der globalen Wirtschaft?
Jenen von uns, die auf mögliche Antworten neugierig sind, kann die Veröffentlichung „Unser kleines Dorf“ von Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner sehr gut weiterhelfen. In diesem Buch schrumpft unsere Welt auf ein globales Dorf namens Globo mit 100 EinwohnerInnen. Dieses Gedankenexperiment birgt zwar manche statistische Vereinfachung in sich, erlaubt aber eine vielseitige und gleichzeitig leicht nachvollziehbare Darstellung von politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unterschiedlichen Teilen des globalen Dorfes. Bereits der Blick auf die Entwicklung der Dorfbevölkerung in den letzten zwei Jahrhunderten kann manches über die Ressourcenknappheit verraten, die im Dorf Problem Nummer eins ist. Da immer mehr Menschen, und im Trend immer mehr ältere Menschen unser Dorf bewohnen, werden die Ressourcen immer knapper und die Versorgung gestaltet sich immer schwieriger. Die Autoren erläutern jedoch sehr anschaulich, dass die Ressourcenknappheit nicht allein von der Bevölkerungszahl abhängt. Auch die Art der Verteilung und der Lebensstil der Bewohner spielen eine große Rolle. Würden alle Menschen im heutigen Globo denselben Lebensstil führen, wie die 12 Menschen in jenem Dorfteil, der für Europa steht und die 5 Menschen in „Nordamerika“, wären die Ressourcen schon längst erschöpft. Die Wahrnehmung der Grundrechte des Menschen auf Unterkunft, Wärme sowie ausreichende Nahrung findet im 21 Jahrhundert sogar noch seltener statt als das noch vor dem Zeitalter der Industrialisierung der Fall war. Die Teilhabe der afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Dorfbevölkerung am technischen Fortschritt und den Möglichkeiten der Informationsgesellschaft ist sehr gering bis gar nicht vorhanden. So leben im Subsahara-Afrika repräsentierenden Dorfteil immer noch 8 Bewohner und im Pendant für Asien sogar 18 Dorfbewohner ohne Strom. Ein weiteres Beispiel: 17 afrikanische Bewohner, 33 asiatische Bewohner sowie 4 lateinamerikanische Bewohner des Dorfes leben von weniger als 2 Dollar pro Tag, obwohl sie verglichen mit Menschen in Europa zweimal (Südostasien) oder dreimal so lang (Afrika) – und manche bereits seit frühem Kindesalter – arbeiten müssen. Warum aber steigen die Zahlen der Hungernden und Armen, der Menschen ohne Zugang zu Bildungs- und Gesundheitswesen trotz Demokratieexport und der Entwicklungshilfe seitens der westlichen Staaten weiterhin an? Was haben die Menschen in Europa und Nordamerika mit dem globalen Ungleichgewicht zu tun?
So unbedeutend sich ein Einzelner vorkommen mag, im Anthropozän ist der Mensch derjenige, der am stärksten auf seine Umwelt und seine Mitmenschen Einfluss ausübt. Somit trägt jeder und jede von uns heute eine enorme Verantwortung und birgt in sich ein nicht zu unterschätzendes Potenzial für die positive wie auch für negative Veränderungen in der Gegenwart und der Zukunft. Das Buch bietet zwar keine konkreten Lösungen, definiert jedoch durch die Fragestellungen und das anschaulich zusammengestellte Informationsmaterial einige mögliche Handlungsalternativen, die uns als Bürgern und Konsumenten zur Verfügung stehen.
Durch die anschaulichen Grafiken und Bilder erlaubt das Buch, die teils komplexen Hintergründe des Gedankenspiels vom globalen Dorf leicht nachzuvollziehen. Die Autoren haben überdies Zusatzmaterial erarbeitet, das insbesondere im Schulunterricht zum Einsatz kommen kann und teilweise auf der Webseite zum Buch abrufbar ist. Unter den bisher erschienenen Versuchen, die Welt als Dorf anschaulich zu beschreiben, ist Unser kleines Dorf sicherlich eine der empfehlenswertesten Publikationen.

A.I.

Ο Κότσυφας απαιτεί το δάσος να σωθεί von ΒΑΓΓΕΛΗΣ ΗΛΙΟΠΟΥΛΟΣ

Oikologimata, Folge 1

Das Buch „Die Amsel braucht den Wald zum Leben“ (griechisch „Ο Κότσυφας απαιτεί το δάσος να σωθεί“) gehört zur Serie „Unwelt“ (Οικολογήματα). Diese vermittelt den Kindern zwischen 5 und 11 Jahren die Grundlagen des freundlichen Umgangs mit der Natur und zeigt ihnen auf, was sie für die Verbesserung der Umwelt in ihrem Alltag machen können.
Die erste Geschichte dieser Serie entwickelt sich um eine kleine Mohnblume, welche mitten in der Stadt aufgewachsen ist und deshalb ihre natürliche rote Farbe verloren hatte. Die Stadtamsel entdeckt sie und beschließt, der Mohnblume wieder zu ihrer Gesundheit zu verhelfen. Doch wie kann eine Amsel helfen, ohne die Menschen einzubeziehen, die ja diese Katastrophe verursacht haben? Die Amsel beschließt: alle Vögel sollen mit Singen aufhören, sodass die aufmerksamsten unter den Menschen – die Kinder – als erste alarmiert werden. Während die Erwachsenen nicht aufhören, über die kommende Katastrophe zu reden, fangen die Kinder gemeinsam an, einen Wald zu pflanzen…
Das Buch enthält viele Lieder, welche Kinder lernen und für eine szenische Aufführung verwenden können. Es gibt auch eine CD zu diesem Buch. Bei Interesse und unterstützt durch eine kleine Spende könnten wir diese CD ebenfalls noch bestellen …

A.I.

Herr Schrecklich von Alain Serres


Originaltitel: Terrible (franz.)
Seiten: 36 Seiten, gebundene Ausgabe
Illustration: Bruno Heitz
Verlag: Aracari, Schweiz
Für Kinder geeignet: ab 5 Jahren
Sprache: Deutsch
Erschienen: 2010

Vor Herrn Schrecklich haben alle Angst. Selbst seine Familie fürchtet sich vor ihm, und das vor allem wegen seines „Outfits“. Alles an ihm ist schwarz. Das wollen die Kinder des Wolfs ändern und ziehen ihm im Tiefschlaf Stiefel und Handschuhe aus. Sie staunen nicht schlecht, als darunter bunte Arme und Beine zum Vorschein kommen. Herr Schrecklich selbst ist fassungslos und versucht nun alles, um wieder schwarz zu werden. Als seine Bemühungen misslingen, geht er geknickt, und wesentlich unsicherer als zuvor, zu seiner Familie und lässt sich trösten.

Um Herrn Schrecklich schrecklich zu gestalten, wurde nicht nur Wert auf das Schwarz gelegt. Auch die Mimik sowie die blendend weißen Zähne und Konturen machen aus dem Wolf das furchterregendste Tier des Waldes. Mit den bunten Farben ändert sich auch die Mimik, sie wird sanfter.
Die Moral der Geschichte: Auch scheinbar unangenehme Zeitgenossen haben etwas Buntes bzw. etwas Sensibles an oder in sich. Beurteile den Menschen nicht nach seinem Aussehen, sondern nach seinem Inneren. Die Thematik des Blickes hinter die Fassade ist anschaulich und spannend umgesetzt.

N.K.

Schwanensee von Rybicki Tadeusz und Katarzyna K. Gardzina

SchwanenseePOL

Originaltitel: Jezioro łabędzie (poln.)
Seiten: 64 Seiten, gebundene Ausgabe
Illustration: Klaudia Polak Szewczyk
Verlag: Studio Blok
Für Kinder geeignet: ab 6 Jahren
Sprache: Polnisch
Erschienen: 2011

Das erste Buch aus einer Serie, die sich mit bekannten Balletten beschäftigt, thematisiert Peter Tschaikowski und sein Stück “Schwanensee”.
Der erste Teil des Buches ist ein Märchen mit dem Titel “Schwanensee”, das der Autor Tadeusz Rybicki auf der Grundlage von Tschaikowskis Ballett in unkomplizierter Sprache und mit bunten Illustrationen für Kinder (6-13 J.) erzählt.
In den folgenden Kapiteln gibt Katarzyna K. Gardzina eine kindgerechte Einführung in das Ballett Schwanensee und erläutert anschaulich, auf welche Weise Musik und Tanz zusammenspielen, wie daraus eine Geschichte entsteht, für deren Verstehensvoraussetzung der Leser sensibilisiert werden kann: er lernt, den Blick dafür zu schärfen, dass nicht nur Worte etwas sagen, sondern dass auch der Körper durch seine Bewegungen spricht und dass der Tanz und die Musik, anders als das Wort, über Sprachgrenzen hinweg verständlich sind.
In einem weiteren Kapitel geht die Autorin auf den Komponisten und den Choreographen sowie die Entstehungsgeschichte von Schwanensee ein. Am Ende stehen ein Mini-Wörterbuch mit Schlüsselbegriffen aus dem Ballett und Darstellungen zu Arm- und Beinpositionen.
Das Buch eröffnet auf leicht verständliche Weise erste Einblicke in die Welt des Balletts und möchte Kinder und ihre Eltern dazu anregen, Schwanensee, aber auch weitere Ballettvorführungen zusammen zu besuchen.

Jezioro łabędzie
“Jezioro łabędzie” jest pierwszą książką z serii zajmującej się tematem znanych baletów, poświęconą baletowi Piotra Czajkowskiego. Pierwszy akapit książki to bajka “Jezioro łabędzie”. Na podstawie libretta baletu, pisarz Tadeusz Rybicki opowiada prostym językiem kolorowo ilustrowaną bajkę dla dzieci (6-13 lat).
W dalszej treści Katarzyna K.Gardzina wprowadza czytelnika w sztukę “Jezioro łabędzie” w sposób łatwy do zrozumienia przez dzieci. Wyjaśnia ona obrazowo jak rozumieć poprawnie dzieło , jak muzyka i taniec współpracując ze sobą tworzą historię. Czytelnik dowie się ,że mówią nie tylko słowa ale i ruszające sie ciało , że taniec rozumie się lepiej niż slowa , bo nie ma w nim żadnych granic językowych.
W innym akapicie autorka zajmuje się kompozytorem i choreografem oraz historią powstania sztuki “Jezioro łabędzie “. Na końcu książki znajduje się mini -słownik kluczowych pojęć i prezentacja podstawowych ustawień ramion i nóg.
Książka wprowadza w świat baletu i zachęca dzieci oraz rodziców do wspólnego uczestnictwa w poznawaniu sztuki baletowej.

M. B.